Kardiologie

Regulierung der Erythropoetin-Produktion

Ein Eiweiß (Protein), der sogenannte „Hypoxia-Inducible Factor“ – kurz HIF –, wird in Zellen des menschlichen Organismus aktiviert sobald der Sauerstoffgehalt im Gewebe absinkt.

Unter anderem regt das HIF-Protein die Produktion des Hormons Erythropoetin (EPO) in der Niere an, welches wiederum die Bildung roter Blutkörperchen (Erythrozyten) im Knochenmark (Erythropoese) stimuliert: Rote Blutkörperchen sind in der Lage, Sauerstoff zu binden und im Körper zu transportieren.

Sobald wieder ausreichend Sauerstoff vorhanden ist, wird HIF wieder aus den Zellen entfernt indem es abgebaut wird. Dieser Vorgang wird durch das Enzym „HIF Prolyl Hydroxylase“ (HIF-PH) angestoßen.

In diesem biochemischen Mechanismus könnte ein möglicher Angriffspunkt für die Behandlung von Patienten liegen, deren Körper zum Beispiel aufgrund einer chronischen Niereninsuffizienz nicht genügend EPO ausschüttet und die in Folge dessen an einer Anämie leiden.

Auch Bayer forscht auf dem Gebiet der Erythropoetin-Regulierung.

Regulierung der Erythropoetin-Produktion durch HIF und HIF-PH: