Onkologie

Chromatin-Modulation

In gesunden Zellen ist der Zugang zur genetischen Information streng kontrolliert. Bevor bestimmte Zellmechanismen auf den DNA-Strang zugreifen können, etwa um geschädigte Chromosomen zu reparieren oder den Code zur Herstellung benötigter Proteine abzulesen, muss zunächst die Chromatin-Hülle, in welche die DNA „verpackt“ ist, modifiziert werden. Bei Tumorzellen ist diese biochemisch kontrollierte Chromatin-Modulation häufig gestört. Bestimmte DNA-Abschnitte liegen beispielsweise dauerhaft offen. So kann die dort gespeicherte Information ständig abgelesen und in Proteine übersetzt werden, die für das Wachstum und die Teilung der Krebszellen benötigt werden. So können sich die Tumorzellen unkontrolliert vermehren.

Die Forscher bei Bayer arbeiten an Möglichkeiten, die ursprüngliche Chromatin-Verpackung mit Hilfe von Medikamenten wiederherzustellen und das unkontrollierte Wachstum der Krebszellen zu stoppen.