Onkologie

Zellzyklus

Der Zellzyklus einer Zelle umfasst das Dasein von ihrer Entstehung aus der Teilung der Mutterzelle bis zu dem Punkt, an dem sie sich selbst teilt und in ihren Tochterzellen aufgeht.

Im gesunden Organismus unterliegt die Zellteilung einer strengen Kontrolle. Unter anderem werden Fehler erkannt und korrigiert. Zellen mit irreparablen Erbgutveränderungen sterben ab (programmierter Zelltod, auch Apoptose genannt), ohne den Fehler an eine nächste Zellgeneration weiterzugeben. Bei Krebszellen sind dieser und andere zelluläre Kontrollmechanismen außer Kraft gesetzt. Die Tumorzellen teilen sich ungehindert und zerstören durch ihre raumgreifende Verbreitung gesundes Körpergewebe.

Im Forschungsgebiet Zellzyklus (Cell Cycle) entwickeln die Wissenschaftler Ansätze, mit denen die außer Kontrolle geratene Vermehrung der Krebszellen durch Eingriffe in die Biochemie ihres Zellzyklus gestoppt werden kann. Dabei konzentrieren sie sich auf Mechanismen, die für normale Körperzellen nicht relevant sind, für das Überleben der Krebszelle jedoch eine entscheidende Funktion besitzen. So sollen Medikamente entstehen, die Krebszellen gezielt angreifen und somit weniger Nebenwirkungen verursachen als traditionelle Chemotherapeutika