Innovation + Partnerschaften

Innovation bewegt

Seit über 120 Jahren beschäftigt sich Bayer mit der Erforschung und Entwicklung innovativer Medikamente und neuer Behandlungsverfahren, die das Leben der Menschen verändern können. Mit seinem Schwerpunkt auf den Life Sciences ist Bayer bestens aufgestellt, kann  fachübergreifend zusammenarbeiten und so die Gemeinsamkeiten beim Thema Gesundheit von Mensch, Tier und Pflanze optimal zu nutzen. Bei Bayer suchen wir weiter unermüdlich nach neuen Therapien für die Behandlung von Krankheiten mit einem hohen medizinischen Bedarf, beispielsweise Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Unsere wichtigste Aufgabe ist die Entdeckung innovativer Arzneimittel, die die Lebensqualität von Patienten verbessern.“ Prof. Dr. Andreas Busch, Leiter Drug Discovery

Therapiegebiete – Fokus auf hohem medizinischen Bedarf

Rund um den Globus arbeiten Tausende von Mitarbeitern bei Bayer in Forschung und Entwicklung an neuen Wirkstoffen für verschreibungspflichtige Medikamente – Lösungen, die Patienten zu mehr Lebensqualität und Lebenszeit verhelfen. Unsere Forschung und Entwicklung konzentriert sich auf die Therapiegebiete: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Onkologie, Gynäkologie, Hämatologie und  Augenheilkunde.

In der kardiovaskulären Forschung arbeitet Bayer auf verschiedenen Therapiegebieten an neuen Behandlungsansätzen für Herz-, Gefäß-, Lungen- und Nierenerkrankungen. Dabei konzentrieren sich die Forscher auf Prozesse und Signalwege, die für Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems relevant sind. So wird aktuell beispielsweise ein neuer Mineralokortikoidrezeptor-Antagonist für die Behandlung von Patienten mit diabetischen Nierenerkrankungen erprobt.

Im Rahmen der Krebsforschung verfolgt Bayer derzeit verschiedene Therapieansätze wie die Entwicklung kleiner Moleküle, die am Tumorwachstum beteiligte Enzyme selektiv hemmen. Darüber hinaus untersuchen wir Antikörper-Wirkstoff- und Antikörper-Thorium-Konjugate, die Zelltoxine oder radioaktive Substanzen (alpha-Strahlung) zu den erkrankten Bereichen transportieren und sie dann in Tumorzellen freisetzen und diese selektiv zerstören. Bayer arbeitet ferner an neuen Immuntherapien, die das Immunsystem des Patienten mobilisieren, damit es Tumore eigenständig bekämpfen kann. Weitere bedeutende Forschungsgebiete sind der Bereich der Krebsstammzellen und die Onkogenomik, die tumorspezifische Genmutationen erforscht.

In der Hämatologie entwickeln wir Therapien für Hämophilie. Dazu gehört auch ein hochinnovatives Projekt, in dem wir gemeinsam mit einem Partner einen Gentherapieansatz testen.

Auf dem Gebiet der Frauengesundheit konzentrieren wir unsere Forschungsaktivitäten auf innovative Therapieansätze zur Behandlung gynäkologischer Erkrankungen mit einem hohen medizinischen Bedarf wie zum Beispiel Endometriose, Gebärmuttermyome oder dem polyzystischen Ovarsyndrom. Zurzeit befinden sich einige Wirkstoffe in der vorklinischen und klinischen Testphase, darunter auch ein selektiver Progesteronrezeptor-Modulator. Zusätzlich arbeiten wir weiter an der Entwicklung selektiver hormoneller Langzeitverhütungsmittel.

In der Augenheilkunde liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung neuer Therapieoptionen für Augenkrankheiten wie die feuchte altersabhängige oder auch die trockene Makuladegeneration  sowie das diabetische Makulaödem, die zu starken Sehbehinderungen oder sogar Erblindung führen können.

„Unser Fokus liegt auf Therapiegebieten mit einem hohen medizinischen Bedarf. In diesen Bereichen werden trotz aller bereits erzielten Fortschritte weitere Innovationen benötigt.“ Dr. Jörg Möller, Leiter Development

Zusammenarbeit mit externen Partnern – eine Fülle an Expertise

Um pharmazeutische Innovationen für Patienten schneller zu realisieren und unsere Kenntnisse über schwere Krankheiten zu verbessern, arbeiten wir mit zahlreichen Partnern aus dem Hochschulbereich und der Biotechnologiebranche zusammen, die ihr Fachwissen und modernste Technologien einbringen. Diese Kooperationen sind ein fester Bestandteil der Bayer-Innovationsstrategie. Wir sind überzeugt, dass wir durch Partnerschaften das heute weltweit vorhandene wissenschaftliche Know-how optimal nutzen und in innovative Medikamente umsetzen können. Echte Partnerschaften können Impulse für Innovationen hervorbringen, die die Medizin voranbringen und am Ende unseren Partnern wie auch uns zugutekommen. Wir haben strategische Partnerschaften mit Forschungseinrichtungen wie beispielsweise das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg, das Broad Institute of MIT and Harvard in Boston oder die Tsinghua-Universität in Peking. Unsere globale Organisation mit den Kollegen vor Ort in den verschiedenen Regionen arbeitet in allen Phasen der Wertschöpfungskette mit erstklassigen Partnern zusammen – von der Forschung über die Entwicklung und Produktion bis hin zum Marketing.

Arzneimittelentwicklung – vom Molekül zum Medikament

Die Entwicklung eines neuen Arzneimittels dauert im Durchschnitt 10 bis 12 Jahre. In dieser Zeit arbeiten hochqualifizierte Wissenschaftler unterschiedlichster Fachrichtungen daran, aus einer enormen Anzahl an Substanzen einen geeigneten Wirkstoff herauszufiltern. Zwischen 5.000 und 10.000 Substanzen werden in zahlreichen Labortests gründlich untersucht und die besten weiter optimiert. Von vier oder fünf Arzneimittelkandidaten, die anschließend in klinischen Studien am Menschen erprobt werden, bleibt oft nur ein einziger Wirkstoff, der von den Behörden zugelassen wird und dann Ärzten und Patienten zur Verfügung steht.

Personalisierte Medizin – maßgeschneiderte Therapien

Krankheitsverläufe können sich von Mensch zu Mensch unterscheiden und die Wirkung von Medikamenten kann ebenso verschieden ausfallen. Individuelle Unterschiede zwischen Menschen, beispielsweise die Gene oder das Alter, beeinflussen nicht nur die Enstehung einer Krankheit, sondern auch die Art und Weise, wie Medikamente im Körper aufgenommen und im Stoffwechsel verarbeitet werden. Deshalb beschäftigen sich die Forscher von Bayer mit der Entwicklung von „personalisierten medizinischen Verfahren“ für eine genau definierte Patientenpopulation. Die maßgeschneiderten Therapien sollen die Unterschiede berücksichtigen und letztlich das Ansprechen eines Patienten auf eine bestimmte Behandlung verbessern und Nebenwirkungen verringern. Diese Verfahren sind besonders sinnvoll in der Onkologie, wo für jeden Tumortyp andere biochemische und genetische Voraussetzungen gelten können.