Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Herzinfarkt und Schlaganfall

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Todesursache Nummer eins in vielen Industrieländern. Im Jahre 2012 führten Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu 17,5 Millionen Todesfällen weltweit, und es wird geschätzt, dass sich diese Zahl bis zum Jahre 2030 auf 23,6 Millionen erhöht.

Herzinfarkt

Rund 70- bis 80-mal in der Minute zieht sich der Herzmuskel eines Menschen zusammen, um Blut durch den Körper zu pumpen. Damit versorgt das Herz die Organe mit Sauerstoff und wichtigen Nährstoffen. Doch was, wenn der Herzmuskel selbst oder Teile davon nicht mehr versorgt werden? Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn Herzgefäße durch Gerinnsel verstopft sind. Die Folge kann ein sogenannter Myocard-Infarkt sein – ein Herzinfarkt.

Die meisten Herzinfarkte beginnen langsam und gehen mit Brustschmerzen, Unwohlsein, Kurzatmigkeit und Schweißausbrüchen einher. Da solche Symptome nicht eindeutig sind, warten viele Betroffene zu lange, um Hilfe zu suchen. Ein Herzinfarkt kann jedoch tödlich sein. Ein Arzt sollte daher so bald wie möglich aufgesucht werden.

Zu den Risikofaktoren für einen Herzinfarkt gehören Bluthochdruck, Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, hoher Cholesterinspiegel und Diabetes.

Das Hauptziel in der Behandlung von Patienten, die einen Herzinfarkt erlitten haben, ist den Tod, einen Schlaganfall bzw. einen weiteren Herzinfarkt durch das Entfernen eines vorhandenen Blutgerinnsels zu verhindern, und anschließend die Bildung neuer Gerinnsel zu vermeiden. Bayer bietet Produkte, die für solche Patienten einen Nutzen darstellen können. Es ist wichtig, dass Ärzte und Patienten sämtliche zur Verfügung stehenden Behandlungsoptionen besprechen, um sicherzustellen, dass der Patient das für ihn am besten geeignete Medikament erhält.

Schlaganfall

Der Schlaganfall ist die zweithäufigste Todesursache weltweit, verantwortlich für 6,7 Millionen Todesfälle jedes Jahr. Von denjenigen, die einen Schlaganfall überleben, bleiben 5 Millionen Betroffene jährlich behindert. Schlaganfälle können in zwei Hauptkategorien unterteilt werden: in hämorrhagische und ischämische Schlaganfälle. Hämorrhagische Schlaganfälle werden durch den Riss eines Blutgefäßes ausgelöst, der zu Gehirnblutungen führt. 85% aller Schlaganfälle sind jedoch ischämische Schlaganfälle, die von einer Unterbrechung der Blutzufuhr zum Gehirn aufgrund einer Blockade, z.B. aufgrund eines Blutgerinnsels, verursacht werden. Wenn das Blut nicht zum Gehirn durchdringen kann, sterben Gehirnzellen aufgrund einer Unterversorgung an Sauerstoff ab.

Zu den möglichen Folgen eines Schlaganfalls gehören: gravierende Einschränkung der Bewegung, Lähmung oder der Verlust des Seh- oder Sprechvermögens, die dauerhaft sein können. Auch kann ein Schlaganfall zum Tode führen.

Etwa einer von fünf ischämischen Schlaganfällen wird durch Vorhofflimmern verursacht, der häufigsten Art einer dauerhaften Herzrhythmusstörung.

Vorhofflimmern

Beim Vorhofflimmern ziehen sich die oberen Herzkammern (die sogenannten Vorhöfe) unregelmäßig zusammen. Dadurch leeren sich die Vorhöfe nicht vollständig und das Blut kann nicht ordentlich fließen. Dies kann zur Bildung von Blutgerinnseln führen. Diese Blutgerinnsel können sich lösen und zum Gehirn wandern, wo es dann zu einem Schlaganfall kommen kann. Es wird prognostiziert, dass die Anzahl von Menschen mit Vorhofflimmern sich bis 2050 um das ca. 2,5-fache erhöhen wird, zum einen aufgrund der Alterung der Bevölkerung und zum anderen aufgrund der verbesserten Überlebensrate nach Erkrankungen, die die Wahrscheinlichkeit für Vorhofflimmern erhöhen, wie beispielsweise ein Herzinfarkt. Menschen mit Vorhofflimmern haben eine 5-mal höhere Wahrscheinlichkeit, einen Schlaganfall zu erleiden, als Menschen ohne Vorhofflimmern. Darüber hinaus sind Vorhofflimmern-bedingte Schlaganfälle mit einer 50%-igen Wahrscheinlichkeit verbunden, dass der Patient innerhalb eines Jahres stirbt.

Es gibt eine Anzahl verschiedener Medikamente, die die Bildung von Blutgerinnseln bei Patienten mit Vorhofflimmern hemmen, um einen Schlaganfall zu vermeiden. Bayer bietet Produkte, die für solche Patienten einen Nutzen darstellen können. Es ist wichtig, dass Ärzte und Patienten sämtliche zur Verfügung stehenden Behandlungsoptionen besprechen, um sicherzustellen, dass der Patient das für ihn am besten geeignete Medikament erhält.

Hinweis für Patienten

Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.