Krebs

Leberkrebs

Mit mehr als 780.000 neu diagnostizierten Fällen pro Jahr ist Leberkrebs weltweit die fünfthäufigste Krebsart. Fast 400.000 neue Fälle werden jährlich in China, Japan und Südkorea diagnostiziert, 52.000 in der EU und ca. 30.000 in den USA. Männer sind insgesamt signifikant häufiger betroffen als Frauen.

Leberkrebs führt öfter zum Tod als viele andere Tumoren, da die Krankheit in der Regel im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert wird, und ist weltweit damit die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Weltweit sterben ca. 746.000 Menschen jedes Jahr an den Folgen von Leberkrebs. In Europa leben nur weniger als 10% der Patienten mit Leberkrebs nach der Erstdiagnose länger als fünf Jahre.

Die häufigste Form des Leberkrebses ist das Leberzellkarzinom (hepatozelluläres Karzinom oder kurz HCC). Weltweit sind ungefähr 90 Prozent aller Fälle von Leberkrebs als hepatozelluläre Karzinome einzuordnen.

Prävention und Erkennung

Bei acht von zehn an HCC erkrankten Menschen ist der bösartigen Veränderung der Zellen eine chronische Hepatitis B vorangegangen. Auch Hepatitis C gilt als potentieller Vorläufer eines Tumors, ebenso die Leberzirrhose, eine pathologische Veränderung des Lebergewebes, die mit einer Schrumpfung der Leber einhergeht. Es können zwei bis drei Jahrzehnte vergehen, bis sich ein Karzinom entwickelt. Risikofaktoren wie z.B. übermäßiger Alkoholkonsum und Adipositas können die Entwicklung eines Tumors begünstigen.

Entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung ist die frühzeitige Erkennung von HCC, da der Tumor im frühen Stadium der Erkrankung operativ entfernt werden kann. In vielen Fällen kommt es erst nach dem Zeitpunkt einer möglichen operativen Entfernung des Tumors zu einer Diagnose. Einer Schätzung der Deutschen Krebsgesellschaft zufolge werden 70% der HCC-Diagnosen bei Patienten mit inoperablem Tumoren gemacht. Symptome treten meist erst auf, wenn die Erkrankung ein fortgeschrittenes Stadium erreicht hat. Gleichzeitig sind mögliche Symptome unspezifisch: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Druckgefühl und Schmerzen im Oberbauch.

Mit einer Blutuntersuchung und Sonographie kann HCC erkannt werden, Computertomographie und Kernspintomographie (MRI) können eine mögliche Diagnose bestätigen.

Das Medikament von Bayer und Onyx bekämpft das Tumorwachstum auf zwei Wegen: Einerseits durch die Hemmung der Zellteilung bei den Krebszellen, und andererseits durch die Blockade der Blutversorgung des Tumors. Das Medikament ist inzwischen in mehr als 100 Ländern weltweit zur Behandlung des fortgeschrittenen Leberzellkarzinoms zugelassen

Das Medikament von Bayer und Onyx bekämpft das Tumorwachstum auf zwei Wegen: Einerseits durch die Hemmung der Zellteilung bei den Krebszellen, und andererseits durch die Blockade der Blutversorgung des Tumors. Das Medikament ist inzwischen in mehr als 100 Ländern weltweit zur Behandlung des fortgeschrittenen Leberzellkarzinoms zugelassen.

Ungedeckter Bedarf

Bis 2007 gab es keine zugelassenen Medikamente, mit denen das Fortschreiten von Leberkrebs verlangsamt werden konnte. Im Jahr 2007 erhielten Bayer und das US-amerikanische Biotechnologie-Unternehmen Onyx Pharmaceuticals die Marktzulassung für das erste Medikament, das nachweislich das Gesamtüberleben bei Patienten mit Leberzellkarzinomen verlängern kann. Trotz vieler klinischer Studien gibt es bislang kein einziges anderes Medikament, das in diesen Fällen ein verlängertes Gesamtüberleben zeigen konnte.

Hinweis für Patienten

Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.