Krebs

Weltkrebstag 2018

 

Viele von uns erinnern sich an diesen Moment: Ein uns nahestehender Mensch erzählt uns von seiner Diagnose. Oder wir waren selbst betroffen und haben die Diagnose direkt vom Arzt gehört. Wohl mehr Menschen als wir uns vorstellen wollen, sind irgendwann in ihrem Leben mit der Diagnose Krebs konfrontiert worden. Zurzeit sterben jedes Jahr 8,8 Millionen Menschen an Krebs – vier Millionen von ihnen vorzeitig. Am Weltkrebstag 2018 stehen wir allen Menschen zur Seite, die gegen Krebs kämpfen oder die ihnen nahestehende Menschen an dieser Krankheit haben leiden sehen. Wir erklären: Wir können – Ich kann Krebs bekämpfen. #WeCanICan fight cancer.

 

Was beinhaltet der Weltkrebstag?

Der Weltkrebstag wurde im Jahr 2000 ins Leben gerufen. Am Weltkrebstag sollen Menschen für das Thema Krebs sensibilisiert und ermutigt werden, aktiv gegen die weltweite Krebslast vorzugehen und sie zu verringern. Wir können – Ich kann etwas tun.

Wir engagieren uns für Sie

Falls Sie von Krebs betroffen sind, werden Sie wissen wollen, wie gegen diese komplexe Krankheit vorgegangen werden kann. Wir stehen Ihnen zur Seite. Wir arbeiten kontinuierlich an der Verwirklichung unserer Vision: Das Leben von Menschen mit Krebs mit Hilfe von Wissenschaft und Innovation zu verändern.

Wir haben eine strategische Geschäftseinheit für die Onkologie aufgebaut, die Oncology Strategic Business Unit. Sie vereint zenrale Funktionen unter einem Dach und sorgt dafür, dass neue Behandlungsoptionen entwickelt und den Patienten so schnell wie möglich zur Verfügung gestellt werden. Wir wollen dabei so effizient wie möglich sein. Wir wissen, dass von der Entdeckung eines neuen Medikaments bis zu dessen Zulassung mehr als ein Jahrzehnt vergehen kann. Wir sind uns aber bewusst, dass die Patienten schon heute darauf warten.

„Die Patientinnen und Patienten stehen im Zentrum unseres Handelns. Darum wollen wir wirksame, lebensverbessernde Therapien entwickeln und diese so schnell wie möglich zur Verfügung stellen.“
Robert LaCaze, Leiter der Oncology Strategic Business Unit, Pharmaceuticals Division.

Die wichtigsten Fakten zu Krebs

Die Krankheit Krebs entsteht, wenn der normale Zellteilungsprozess gestört ist und einige Zellen beginnen, sich unkontrolliert zu teilen und zu wachsen. In den meisten Fällen bildet sich ein Tumor. Falls Tumoren unbehandelt bleiben, können sie weiter wachsen und umliegendes gesundes Gewebe infiltrieren. Sie können sich auch über den Blutkreislauf oder das lymphatische System verteilen und in anderen Körperregionen ansiedeln. Dies kann Auswirkungen auf das Verdauungs-, Nerven- oder Kreislaufsystem haben.1

Krebs ist eine der Hauptursachen für Krankheit und Tod weltweit. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht von einem Anstieg der Krebserkrankungen um etwa 70 % in den nächsten 20 Jahren aus.2

Derzeit könnte der Ausbruch von 30-50% aller Krebserkrankungen durch Vorsorge verhindert werden. Möglich wird dies durch die Vermeidung von Risikofaktoren wie Tabakkonsum, ungesunde Ernährung oder Infektionen sowie durch den Einsatz evidenzbasierter Präventionsstrategien. Die Krebslast kann auch durch Früherkennung und geeignete Behandlung von Patienten, bei denen sich Krebs entwickelt, reduziert werden. Viele Krebsarten haben hohe Heilungschancen, wenn sie frühzeitig diagnostiziert und wirksam behandelt werden.3

Wir erforschen und entwickeln Medikamente, die das Leben von Patienten verbessern

Wir möchten sicher stellen, dass unsere neu entwickelten Medikamente das Leben der Patienten verbessern, die es am dringlichsten benötigen. Wir arbeiten eng mit externen Partnern zusammen, die unsere unternehmenseigenen Stärken und Kompetenzen im Bereich lebensverändernder Krebstherapien ergänzen.

Erst kürzlich haben wir unsere Zusammenarbeit mit dem renommierten US-amerikanischen Instituten Broad Institute of MIT und Harvard verlängert. Wir arbeiten in den Bereichen Onkogenomik und Wirkstoffforschung zusammen. Die Onkogenomik beschäftigt sich mit der Analyse von potenziell krebsauslösenden Genen. Wir möchten Therapien und Wirkstoffe erforschen und entwickeln, die selektiv auf Krebsgene abzielen.

Seit 2008 kooperieren wir auch mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Wir forschen im Bereich der Immunonkologie und untersuchen, wie das körpereigene Immunsystem aktiviert werden kann, um gegen den Krebs vorzugehen.

Vielleicht haben Sie auch schon von unserer jüngsten Kooperation mit LOXO Oncology gehört. Wir entwickeln gemeinsam zwei Wirkstoffe, um Patienten mit einer genetischen Anomalie zu helfen, bei der bestimmte Gene abnormal mit anderen Genen fusionieren und potenziell zu Krebs führen können. An diesen Genfusionen sind Tropomyosin-Rezeptor-Kinase- (TRK) Gene beteiligt. Wenn eine TRK-Anomalie bei einem Krebspatienten nachgewiesen werden kann, versuchen wir, die beste Behandlung zu finden. Mehr über den Nachweis von TRK-Genfusionen erfahren Sie hier.

Krebsbehandlungen der Zukunft

Krebs muss kein Todesurteil sein

Am diesjährigen Weltkrebstag möchten wir die Aufmerksamkeit auf die Krebsprävention und Krebsfrüherkennung lenken. Gleichzeitig möchten wir auf die Bedeutsamkeit der Forschung und Entwicklung für innovative Behandlungsoptionen hinweisen.

„Krebs bedeutet heute nicht mehr zwangsläufig ein Todesurteil. Verschiedene Behandlungsoptionen können heute eine gute Lebensqualität auch mit Krebserkrankung ermöglichen. Leider ist dies jedoch nicht mit allen Krebsarten möglich. Die Krankheit bleibt eine der größten Herausforderungen für die medizinische Forschung.“

Karl Ziegelbauer, Leiter der Therapeutic Research Groups, Bayer Pharmaceuticals

Quellen:

1 Medical News Today - Cancer: What you need to know https://www.medicalnewstoday.com/info/cancer-oncology, Last accessed January 2018

2 Medical News Today - Cancer: What you need to know https://www.medicalnewstoday.com/info/cancer-oncology, Last accessed January 2018

3 American Cancer Society - Cancer Facts & Figures 2017 - Last accessed January 2018 https://www.cancer.org/content/dam/cancer-org/research/cancer-facts-and-statistics/annual-cancer-facts-and-figures/2017/cancer-facts-and-figures-2017.pdf