Männergesundheit

Erektile Dysfunktion (Erektionsstörung)

Ein erfülltes Sexualleben ist ein unverzichtbarer Teil der meisten funktionierenden Partnerschaften. Es ist deshalb umso problematischer, wenn der Geschlechtsverkehr für beide Partner nicht mehr befriedigend ist: Wenn er nicht lange genug anhält – oder gar nicht mehr stattfindet – aufgrund von Erektionsstörungen.

Besonders Männer schätzen das gute Gefühl, bereit zu sein – in dem Augenblick, in dem die Liebe kommt. Voraussetzung dafür ist eine Erektion, die ganz natürliche Reaktion auf sexuelle Reize.

Doch nicht immer läuft der Prozess so ab, wie die Natur ihn vorgesehen hat. Passiert es einmal, dass ein Mann im Bett seinen Mann nicht steht, kann das viele Ursachen haben. Erst wenn die Erektion dauerhaft ausbleibt und ein befriedigender Sex nicht mehr möglich ist, liegt eine erektile Dysfunktion (ED) vor. Im Allgemeinen spricht man von einer Erektionsstörung, wenn über drei Monate hinweg die Mehrzahl der Versuche, einen Geschlechtsverkehr zu vollziehen, erfolglos bleiben.

Auch wenn nicht alle darüber reden: Von ED sind viele Männer betroffen. Grundsätzlich nimmt das Risiko für ED mit dem Alter zu.

Erektionsstörungen haben in der Regel organische Ursachen

Eine Erektion ist das Ergebnis eines perfekten Zusammenspiels zwischen Nervensignalen, Neurotransmittern und Muskelzellen. Dieses sensible Zusammenspiel wird gestört, wenn ein Mann Erektionsstörungen hat. Stress und psychologische Probleme sind selten hauptsächlich oder unmittelbar verantwortlich, wenn es im Bett nicht gut läuft. Andererseits kann Stress zu einem Lebensstil führen, der letztendlich die Entstehung von Erektionsstörungen fördert – z.B. wenn Rauchen und Alkohol, Bluthochdruck und Adipositas ins Spiel kommen. Tatsächlich haben ca. 70 Prozent aller Potenzstörungen organische Ursachen. Mit anderen Worten: Das komplexe Zusammenspiel zwischen Nervensignalen, Neurotransmittern und Muskelzellen ist gestört.

Der Einfluss anderer Krankheiten

Vor allem Kreislauf- und Gefäßkrankheiten beeinträchtigen die Erektionsfähigkeit. Beispielsweise kann ein unzureichender Venenverschluss in den Schwellkörpern dazu führen, dass der Blutabfluss aus dem Penis im entscheidenden Moment zu stark ist. Eine Erektionsschwäche kann auch die Folge hohen Blutdrucks sein – weil die damit einhergehenden Ablagerungen in den Blutgefäßen die Durchblutung im Penis behindern. Unglücklicherweise kann die nachlassende Erektion auch die Nebenwirkung einer medikamentösen Therapie gegen hohen Blutdruck sein.

Eine Krankheit, die ebenfalls von ED begleitet sein kann, ist Diabetes. Denn auch diese Stoffwechselkrankheit verursacht Ablagerungen in den Gefäßen. Das kann den Blutstrom schließlich so stören, dass nicht mehr ausreichend Blut in die Schwellkörper fließt. Zudem schädigt erhöhter Blutzucker oft die Nerven, was wiederum den Signalfluss, der eine Erektion auslöst, behindern kann.

Und auch Prostataleiden stehen häufig im Zusammenhang mit Erektionsstörungen. So können bei chirurgischen Eingriffen, etwa aufgrund eines Prostatakarzinoms, Nervenbahnen beeinträchtigt werden, die am Zustandekommen einer Erektion beteiligt sind.

Darüber sprechen

Besteht das Problem über einen längeren Zeitraum, ist das offene Gespräch hilfreich. Das ist nicht immer einfach, denn die meisten Menschen reden nicht viel über ihre Gedanken, Wünsche und Probleme in Sachen Sexualität.

Liegt tatsächlich eine erektile Dysfunktion vor, sollte auf jeden Fall auch ein Arzt konsultiert werden.

Innovative Therapien

Auch wenn der Begriff erektile Dysfunktion neueren Datums ist – Erektionsstörungen hat es vermutlich schon immer gegeben. Und schon seit Urzeiten versuchen Männer, etwas dagegen zu tun und ihrem Glied zu mehr Standfestigkeit zu verhelfen. Nashornpulver, Extrakte aus Käfern, Ginseng-Wurzeln – vieles wurde dabei probiert, wobei klinische Studien den Erfolg solcher Art von Heilmitteln nicht belegen.

Demgegenüber steht seit einigen Jahren Männern die klinisch umfangreich und erfolgreich getestete Wirkstoffklasse der PDE5-Hemmer zur Verfügung. Diese verbessern den Bluteinstrom in den Penis – und damit auch die Erektion.

Phosphodiesterase-5, kurz PDE5, ist ein Enzym. Eine der normalen Funktionen dieses Enzyms ist es, das natürliche Abklingen einer Erektion zu gewährleisten. Arzneimittel, die dieses Enzym hemmen, können daher die Erektion bei Männern mit erektiler Dysfunktion stabilisieren.

Bayer bietet einen PDE5-Hemmer an, der wirksam und gut verträglich ist, wie in zahlreichen klinischen Studien bewiesen. Dieses erfolgreiche Produkt wird seit mehreren Jahren in vielen Ländern vermarktet.

Welches Medikament für einen Mann im Einzelfall am besten geeignet ist, entscheidet der Arzt im Gespräch mit dem Patienten. Dies ermöglicht optimale Voraussetzungen für ein erfülltes Liebesleben und damit für mehr Zufriedenheit in der Partnerschaft.

Hinweis für Patienten

Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.