Therapie + Versorgung

Radiologie

Der Befund ist der erste Schritt zur Heilung:

Die frühzeitige Erkennung einer Erkrankung kann große Auswirkungen auf die Behandlung haben. Bevor ein Behandlungsplan erstellt werden kann, müssen Ärzte wissen, welche Erkrankung bei ihrem Patienten vorliegt und wie weit diese Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

Bayer ist sich der Bedeutung einer exakten Diagnose bewusst und engagiert sich durch die Bereitstellung von Produkten und Geräten zur Verbesserung medizinischer Bildgebung und zur Erhöhung der Diagnosesicherheit bereits seit über 100 Jahren im Bereich der Radiologie.

Aussagekräftige Bilder

Oft fängt alles ganz harmlos an - ein Kribbeln, ein unspezifischer Schmerz, Trägheit oder das bloße Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Der nächste Schritt besteht meist darin, den Rat eines Arztes einzuholen. Dies stellt oftmals den Beginn einer langen Reise dar, im Zuge derer Blutuntersuchungen durchgeführt und die klinischen Symptome überwacht werden. In manchen Fällen ist möglicherweise ein diagnostisches Bildgebungsverfahren erforderlich, um die Möglichkeit einer bestimmten Erkrankung auszuschließen oder die Ursache der Symptome zu identifizieren. Das kann bedeuten, dass eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung, ein CT-Scan (Computertomographie) oder MRT-Scan (Magnetresonanztomographie) angeordnet wird, um erste Befunde durch einen Blick in den Körper zu ergänzen. In vielen Fällen trägt eine detaillierte Aufnahme der inneren Teile des Körpers zur Festlegung der optimalen Behandlung bei.

Welches diagnostische Bildgebungsverfahren gewählt wird, hängt vom zu untersuchenden Teil des Körpers, von der Dringlichkeit (z. B. Notfälle), vom Alter des Patienten und/oder von gewissen Patientenmerkmalen ab, die ein bestimmtes Verfahren ausschließen könnten. Der Radiologe entscheidet, ob ein Kontrastmittel verwendet wird und ob dieses gegebenenfalls von Hand oder mittels eines Injektors verabreicht wird.

Nach Abschluss des medizinischen Bildgebungsverfahrens wird der Radiologe die Aufnahme eingehend prüfen und dem behandelnden Arzt, der die Ergebnisse im Rahmen eines Nachsorgebesuchs mit seinem Patienten besprechen wird, eine formelle Beurteilung und Empfehlung zukommen lassen.

Da bei einem CT-Scan eine Reihe von, aus verschiedenen Winkeln aufgenommene, Röntgenbilder kombiniert werden, liefert dieses Verfahren genauere Informationen als zweidimensionale Röntgenaufnahmen.

Aufgrund der schnellen Bilderfassung eignen sich CT-Scans besonders gut für die schnelle Untersuchung von Notfallpatienten. Mit einem CT-Scan können nahezu alle Körperteile visualisiert werden und das Verfahren wird sowohl zur Auffindung und Charakterisierung von Krankheiten und Verletzungen als auch zur Planung von medizinischen, chirurgischen und Strahlenbehandlungen eingesetzt.

In folgenden Fällen empfehlen Ärzte möglicherweise einen CT-Scan:

  • Zur Diagnose von Muskel- und Knochenerkrankungen, wie Knochentumoren und -brüchen
  • Zum Auffinden und Lokalisieren von Tumoren, Infektionen oder Blutgerinnseln
  • Als Anhaltspunkt für chirurgische Eingriffe, Biopsien und Strahlentherapien
  • Zum Nachweis von Erkrankungen und zur Überwachung des Krankheitsverlaufs, beispielsweise bei Krebs, Herzerkrankungen, Lungenrundherden und Lebertumoren
  • Zur Kontrolle des Behandlungserfolgs
  • Zum Nachweis von inneren Verletzungen und inneren Blutungen

Informationen zur Strahlung

Während eines CT-Scans sind Patienten für kurze Zeit ionisierenden Strahlen ausgesetzt. Die Strahlung ist höher als bei einem gewöhnlichen Röntgenverfahren, da bei einem CT-Scan mehrere Röntgenbilder aus verschiedenen Winkeln aufgenommen werden, die genauere Informationen liefern.

Neueste technische Innovationen haben zwar zu einer Reduzierung der Strahlendosis bei CT-Scans beigetragen, doch der Arzt wird dennoch die Vorteile und Risiken eines CT-Scans auf Basis der Krankheitsgeschichte des Patienten abwägen.

Der Radiologe entscheidet, ob während des CT-Verfahrens ein Kontrastmittel benötigt wird bzw. indiziert ist. Bei manchen CT-Scans wird ein Kontrastmittel benötigt, um die zu untersuchenden Körperteile des Patienten hervorzuheben.

Das Kontrastmittel kann folgendermaßen verabreicht werden:

- Oral: Bei einem Scan der Speiseröhre oder des Magens muss möglicherweise ein flüssiges Kontrastmittel getrunken werden.
- Per Injektion: Das Kontrastmittel wird über eine Vene injiziert, um bestimmte Organe oder Blutgefäße auf den Scans hervorzuheben.
- Per Einlauf: Zur besseren Visualisierung der Därme kann das Kontrastmittel rektal eingeführt werden.

Festlegung der Strahlendosis
Ziel des Radiologen ist es, die Strahlendosis so niedrig wie möglich zu halten und gleichzeitig diagnostische Bilder von höchster Qualität zu erzielen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Kontrastmittel- und Strahlendosis sorgsam festgelegt werden.

Kontrastmittelreaktionen beim CT-Scan
In bestimmten Fällen empfehlen Ärzte möglicherweise, dass während des CT-Bildgebungsverfahrens ein Kontrastmittel verabreicht wird. Das Kontrastmittel kann, wenngleich selten, medizinische Beschwerden oder allergische Reaktionen verursachen. Der Radiologe erklärt dem Patienten das Bildgebungsverfahren sowie die mögliche Verwendung eines Kontrastmittels und informiert diesen über das individuelle Nutzen-Risiko-Verhältnis. Sollten bei Ihnen in der Vergangenheit bereits Kontrastmittelreaktionen aufgetreten sein, setzen Sie bitte unbedingt Ihren Arzt darüber in Kenntnis.

Die MRT ist ein medizinisches Bildgebungsverfahren, mit dem nahezu jeder Teil des Körpers untersucht werden kann. Mithilfe eines MRT-Scans können eine Vielzahl von Erkrankungen - von Gehirnerschütterungen bis hin zu Krebs - diagnostiziert, aktuelle Behandlungserfolge oder -misserfolge beurteilt und zukünftige Behandlungen geplant werden. Häufig wird dieses Verfahren zur Diagnose von Erkrankungen und Verletzungen des Gehirns, der Wirbelsäule, des Bauchraums, des Beckens und der Gelenke eingesetzt. Darüber hinaus dient es zum Nachweis von Blockaden in Blutgefäßen, von Schwellungen oder Entzündungen. Anhand des MRT-Scans können Ärzte die bestmögliche Therapie auswählen und überprüfen, ob eine Therapie anschlägt oder geändert werden muss.

Die meisten MRT-Geräte sind ringförmige Magnettunnel. Wenn der Patient im MRT-Gerät liegt, richtet das Magnetfeld die Wasserstoffatome im Körper vorübergehend neu aus. Radiowellen führen dazu, dass diese neu ausgerichteten Atome sehr kurze Signale aussenden, anhand derer die MRT-Schnittbilder erstellt werden.

Sobald der Patient im Scanner liegt, richtet der Magnet die Wasserstoffatome im Körper so aus, dass sie in Richtung Magnetfeld zeigen. Durch Zuschalten eines sehr kurzen Radiowellenimpulses ändern die Atome kurzzeitig ihre Ausrichtung. Nach Abschaltung der Radiowellen kehren die Wasserstoffatome wieder in ihre Ausgangsposition zurück und senden dabei gleichzeitig Signale aus, die von einer Spule (Radioantenne) empfangen werden, die sich um den abzubildenden Teil des Körpers befindet. Dieser Vorgang geschieht völlig schmerzfrei und der Patient ist sich der einzelnen Schritte zu keiner Zeit bewusst.

Der Scanner wird vom MRT-Techniker über einen Computer bedient, der sich aufgrund des vom MRT-Scanner erzeugten Magnetfelds in einem separaten Raum befindet. Der Techniker kann über eine Gegensprechanlage mit dem Patienten kommunizieren.

Der MRT-Scanner verfügt zwar über keine beweglichen Teile, doch durch die schnelle Zu- und Abschaltung der Magnete im Inneren des Geräts beginnen diese zu vibrieren und erzeugen dadurch während des Betriebs hörbare Klopfgeräusche. Diese Geräusche sind vollkommen normal und Teil des Bildgebungsverfahrens. Aufgrund dieses Lärms erhält der Patient Ohrstöpsel oder Kopfhörer.

Je nachdem, welcher Teil des Körpers gescannt wird, werden Patienten entweder mit dem Kopf oder mit den Füßen voran in das MRT-Gerät geschoben. Je nach Größe des zu scannenden Bereichs und je nach Anzahl der Bildaufnahmen, dauert das Verfahren zwischen 15 und 90 Minuten. Nach Abschluss des Scans konvertiert ein Computer die Daten zu einem detaillierten Bild, das anschließend vom Radiologen analysiert wird. Anhand der Ergebnisse entscheidet der Radiologe, ob für das MRT-Verfahren ein Kontrastmittel benötigt wird.

Das MRT-Kontrastmittel ist eine farblose Flüssigkeit, die zur Verbesserung der Bildqualität verwendet wird. Es sorgt für die Aufhellung einzelner Bildabschnitte sowie für eine deutlichere Ausprägung der Einzelheiten auf dem Scan, wodurch Ärzte schnellere und zuverlässigere Diagnosen stellen können.

Während des Scans wird entweder von Hand oder mittels einer als „Injektor“ bezeichneten Pumpe eine geringe Menge Kontrastmittel injiziert. In manchen Fällen verspüren Patienten dabei ein leichtes Kältegefühl am Arm. Das ist vollkommen normal und legt sich nach kurzer Zeit.

Durch die Verwendung von Injektoren kann der Zeitpunkt, die Menge und die Flussrate des während der Bilderfassung über die Vene verabreichten Kontrastmittels reguliert werden. Alle diese Faktoren können sich auf die Qualität des resultierenden Bildes auswirken. Mithilfe von intelligenten und verbundenen Geräten – beispielsweise Injektoren, die Angaben über die Kontrastmitteldosis erfassen und weiterleiten – können Radiologen die Qualität sowie gesundheitliche Aspekte verbessern.

Kontrastmittelreaktionen beim MRT-Scan
In bestimmten Fällen empfehlen Ärzte möglicherweise, dass Patienten während des CT-Bildgebungsverfahrens ein Kontrastmittel verabreicht wird. Wenn ein MRT-Kontrastmittel injiziert wird, können Nebenwirkungen auftreten. Das Kontrastmittel kann, wenngleich selten, medizinische Beschwerden oder allergische Reaktionen verursachen. Der Radiologe erklärt dem Patienten das Bildgebungsverfahren sowie die mögliche Verwendung eines Kontrastmittels und informiert diesen über das individuelle Nutzen-Risiko-Verhältnis. Sollten bei Ihnen in der Vergangenheit bereits Kontrastmittelreaktionen aufgetreten sein, setzen Sie bitte unbedingt Ihren Arzt darüber in Kenntnis.

Kontrastmittel werden bei CT- und MRT-Verfahren zur Verbesserung der Bildqualität, Offenbarung weiterer Informationen, Identifizierung kleiner Läsionen oder zur Charakterisierung und Differenzierung bestimmter Gewebestrukturen eingesetzt. Während MRT-Kontrastmittel aus Gadolinium-Molekülen bestehen, werden für CT-Untersuchungen Kontrastmittel auf Jodbasis verwendet.

Durch die Verwendung von Injektoren kann der Zeitpunkt, die Menge und die Flussrate des während der Bilderfassung über die Vene verabreichten Kontrastmittels reguliert werden. Alle diese Faktoren können sich auf die Qualität des resultierenden Bildes auswirken. Mithilfe von intelligenten und verbundenen Geräten – beispielsweise Injektoren, die Angaben über die Kontrastmitteldosis erfassen und weiterleiten – können Radiologen die Qualität sowie gesundheitliche Aspekte verbessern.

Weitere Informationen zu den Radiologieangeboten von Bayer finden Sie unter www.radiology.bayer.com.

Hinweis für Patienten

Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.