Personalisierter Ansatz

Personalisierter Ansatz

Verlauf und Entstehung von Krankheiten unterscheiden sich von Mensch zu Mensch, und auch die Wirksamkeit von Medikamenten ist nicht bei allen Patienten gleich.
Individuelle Unterschiede zwischen Menschen (z. B. hinsichtlich der Gene oder des Alters) beeinflussen nicht nur den Ausbruch einer Krankheit, sondern auch, wie Medikamente im Körper aufgenommen und verarbeitet (verstoffwechselt) werden. Die Gene eines Menschen haben daher entscheidenden Einfluss auf die Entstehung von Krankheiten und darauf, ob bzw. wie Medikamente anschlagen.

Wirksamkeit und Sicherheit für den einzelnen Patienten erhöhen

Zurzeit erweist sich eine bestimmte Therapie - je nach Indikation und Art des Krebses - bei nur 20% bis 75% der Patienten als wirksam.
Es wäre deshalb hilfreich, schon vor Therapiebeginn diejenigen Patienten identifizieren zu können, bei denen eine bestimmte Behandlung Wirkung zeigen wird. Auf diese Weise würden nur Patienten behandelt, die von einer bestimmten Therapie auch mit hoher Wahrscheinlichkeit profitieren würden.
Bei der personalisierten Medizin geht es darum, die richtige Dosis des richtigen Medikaments dem richtigen Patienten zum richtigen Zeitpunkt anzubieten. So kann der Arzt dabei unterstützt werden, die optimale Behandlung für den jeweiligen Patienten mit seinen individuellen Bedürfnissen auszuwählen.

Biomarker für die personalisierte Medizin

Forscher versuchen nun sogenannte Biomarker in den verschiedenen Körperflüssigkeiten sowie in Gewebe- oder DNA-Proben zu identifizieren, welche die Unterschiede sowohl zwischen Tumorzellen und gesunden Zellen als auch zwischen den Individuen messbar machen.
Die Biomarker sollen eine Vorhersage ermöglichen, welche Patienten auf bestimmte Behandlungen ansprechen und welche nicht.
Je präziser ein Medikament zwischen Tumorzellen und normalen Zellen unterscheiden kann, desto größer die Wirksamkeit gegen die Krankheit und desto geringer das Risiko für Nebenwirkungen.

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