Familienplanung

Zugangsprogramme

„Verhütungsmittel sind ein Segen für unser Land.“
  • Nuy Talib, Gesundheitsberaterin, Äthiopien

Familienplanungsprogramme

Unsere soziale Verantwortung als führender Anbieter hormoneller Verhütungsmittel nehmen wir seit jeher sehr ernst: Seit fünfzig Jahren unterstützen wir Familienplanungsprogramme in über 130 Ländern, die dafür sorgen, dass Frauen weltweit unabhängig von ihrem Einkommen moderne Verhütungsmittel nutzen können. In den 1960er Jahren waren wir eines der ersten Unternehmen, das sich auf diesem Gebiet engagierte. Der Bedarf in den Entwicklungsländern beträgt jedoch ein Vielfaches dessen, was ein einzelnes Unternehmen leisten könnte. Darum nimmt sich heute eine breite Allianz aus staatlichen Einrichtungen, NGOs und Unternehmen in einer Vielzahl von Programmen der gesellschaftlichen Mammutaufgabe an.

Im Jahr 2013 haben wir in Zusammenarbeit mit der US-Entwicklungsbehörde USAID und verschiedenen Nichtregierungsorganisationen 130,2 Millionen Zykluspackungen Verhütungspillen, 9,2 Millionen Ampullen für Ein- und Dreimonatsspritzen und 3 Millionen Verhütungsimplantate zur Verfügung gestellt.

Shanty Town im Zentrum von Addis Abeba, Äthiopiens Hauptstadt. 2011 nutzten 50 Prozent der äthiopischen Großstädter Verhütungsmittel. Die Landbevölkerung lag mit 25 Prozent deutlich zurück.
Shanty Town im Zentrum von Addis Abeba, Äthiopiens Hauptstadt. 2011 nutzten 50 Prozent der äthiopischen Großstädter Verhütungsmittel. Die Landbevölkerung lag mit 25 Prozent deutlich zurück.

Die Verhütungsmittel stellen wir eigens für diese Programme her und geben sie zu einem niedrigen, aber kostendeckenden Preis an die Hilfsorganisationen ab. Unsere Auftraggeber übernehmen den Vertrieb vor Ort und verteilen die Verhütungsmittel in Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsbehörden kostenlos oder gegen ein geringes Entgelt.

In Entwicklungsländern einen flächendeckenden Zugang zu Familienplanungsmethoden zu sichern, ist keine einfache Aufgabe. Viele hilfsbedürftige Bevölkerungsgruppen leben in Gegenden mit mangelnder Infrastruktur und lückenhafter Gesundheitsversorgung. Die Helfer vor Ort können den Bedarf nur schätzen und müssen zudem mit Unwägbarkeiten wie wirtschaftlichen Krisen, politischen Verwerfungen oder mit der Streichung von Subventionen rechnen. Das fordert von allen Partnern viel Flexibilität.

Um die Versorgung der Menschen in Entwicklungsländern langfristig zu verbessern, brauchen wir zudem neue und innovative Konzepte, die von äußeren Faktoren wie Subventionen weitgehend unabhängig arbeiten und dauerhaft eine stabile Versorgung sichern.

Solche innovativen Ansätze verfolgen wir aktuell in zwei Initiativen: in der Contraceptive Security Initiative und im Jadelle Access Program.

Microsite – Äthiopien: Frauen und Empfängnisverhütung

In Äthiopien würden viele Frauen gerne zuverlässig verhüten, haben aber keinen Zugang zu Produkten der Empfängnisverhütung. Diese Situation der Frauen bessert sich nun langsam. Im Zuge der Reformation des Gesundheitssystems wurde auch die Beratung im Bereich Familienplanung ausgebaut. Der Journalist Matias Boem besuchte das Land und sprach mit Frauen und medizinischen Fachleuten über die Situation vor Ort.

Klicken Sie hier, um die vollständige Reportage zu lesen:

Äthiopien: Frauen und Empfängnisverhütung

Podcast

Gemeinsam mit seinen Partnern engagiert sich Bayer für den Zugang zu verschiedenen Methoden der Verhütung in Entwicklungsländern. Erfahren Sie hier, wie eine selbstbestimmte Familienplanung die Situation von Frauen in Äthiopien verändern kann.