Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Bluthochdruck

Wenn das Herz schlägt, pumpt es Blut in die Arterien. Dabei baut sich ein Druck auf die Gefäßwände auf – der systolische Blutdruck. Er ist wichtig und nötig – ohne ihn würde das Blut nicht durch den Körper transportiert. Das wäre fatal, denn dann würden kein Sauerstoff und keine Nährstoffe zu den Organen und Geweben gelangen. Dennoch: Ist dieser Druck zu hoch, kann er zu schweren Schäden führen. Häufig ist dies schon dann der Fall, wenn sich die Betroffenen noch gesund fühlen.

Wenn der Druck in den Gefäßen steigt

Nach der Definition der International Society of Hypertension der Weltgesundheitsorganisation (WHO-ISH) liegt ein hoher Blutdruck dann vor, wenn der systolische Blutdruck bei 140 (Millimeter Quecksilbersäule) oder höher liegt und der diastolische, also das Druckminimum zwischen zwei Herzschlägen, bei 90 oder höher.

Die Anzahl der Betroffenen stieg von 600 Millionen im Jahre 1980 auf 1 Milliarde im Jahre 2008. Wissenschaftler schätzen, dass Bluthochdruck derzeit zum Tode von 9 Millionen Menschen jedes Jahr führt.

Es sind zumeist ältere Menschen von Bluthochdruck betroffen. Da die Zahl älterer Menschen weltweit steigt, gehen Experten davon aus, dass die Anzahl der Hypertoniker, d.h. Menschen mit Bluthochdruck, bis zum Jahre 2025 1,5 Milliarden übersteigen wird. Dieser Anstieg wird von Lebensstil und Ernährungsgewohnheiten beeinflusst. Unter anderem werden eine zuckerreiche und fettreiche Ernährung, Bewegungsmangel, Adipositas, Rauchen und Stress als erhebliche Risikofaktoren für Bluthochdruck bewertet.

Bei neun von zehn Patienten lässt sich keine spezielle Ursache für den Bluthochdruck erkennen. Man spricht dann von einer essenziellen Hypertonie. In den übrigen Fällen können zum Beispiel Nierenerkrankungen oder Störungen der Hormonfunktionen eine Hypertonie ausgelöst haben.

Die Gefäße weiten

Menschen mit erhöhtem Blutdruck sollten auf jeden Fall ihre Lebensgewohnheiten anpassen. Mehr Bewegung und eine ausgewogene Ernährung sind ein wichtiger Beitrag. Häufig kann zusätzlich aber auch eine medikamentöse Einstellung des Blutdrucks nötig sein. Dabei gibt es verschiedene Ansätze.

Eine wichtige Wirkstoffklasse sind die so genannten Kalzium-Kanal-Blocker. Sie verhindern, dass Kalzium in die Zellen der Gefäßmuskulatur einströmen kann. Auf die Art entspannen sich die Muskelzellen, und die Gefäße können sich weiten. Die Folge: Das Blut bekommt mehr Raum, der Blutdruck sinkt. Seit über 30 Jahren bietet auch Bayer HealthCare Pharmaceuticals einen erfolgreichen Wirkstoff aus dieser Klasse an. Im Laufe der Jahre wurde er so weiterentwickelt, dass er heute nur noch einmal täglich genommen werden muss.

Eine andere Klasse im Kampf gegen Bluthochdruck sind die Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker. Auch sie beeinflussen den Zustand der Gefäßwände. Allerdings tun sie dies, indem sie einen wichtigen Botenstoff unwirksam machen. Dieser überbringt normalerweise den „Befehl“ an die Gefäßwände, sich zusammenzuziehen. Indem die Wirkstoffe den Rezeptor für diesen Botenstoff blockieren, wird das Zusammenziehen verhindert, die Gefäße bleiben geweitet.

Auf dem europäischen Markt bietet auch Bayer HealthCare Pharmaceuticals einen solchen Angiotensin-II-Rezeptor-Blocker an. Dieser Wirkstoff zeigt auch positive Effekte auf gestörte Glucose- und Fett-Stoffwechsel sowie auf diabetesbedingte Nierenerkrankungen.

Hinweis für Patienten

Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.