Krebs

Prostatakrebs

Prostatakrebs ist die weltweit zweithäufigste Krebsart bei Männern. Im Jahr 2012 wurde Schätzungen zufolge bei etwa 1,1 Millionen Männern weltweit Prostatakrebs diagnostiziert. Rund 307.000 Patienten starben an der Krankheit. Prostatakrebs ist die fünfthäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern. Die Zahl der Diagnosen steigt weiter an, wahrscheinlich auch wegen der allgemein steigenden Lebenserwartung.

Warum genau Prostatakrebs entsteht, ist nicht bekannt, aber es ist bekannt, dass das Risiko, an diesem Krebs zu erkranken, höher ist, wenn schon der Vater oder der Bruder diese Erkrankung hatte. Prostatakrebs betrifft hauptsächlich Männer über 50, und das Risiko daran zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter immer weiter an.

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist ein unscheinbares, etwa walnussgroßes Organ. Die Hauptfunktion der Prostata ist die Produktion von Samenflüssigkeit, die die Samenzellen durch die Harnröhre transportieren. In der Prostata munden außerdem die Samenleiter in die Harnröhre ein.

Diagnose des Prostatakarzinoms

Eine erhöhte Konzentration eines bestimmten Proteins (PSA oder prostataspezifisches Antigen) kann das erste Anzeichen dafür sein, dass in der Prostata ein bösartiger Tumor wächst.

Auch Probleme, insbesondere Schmerzen, während des Urinierens oder der Ejakulation sollten ernstgenommen werden. Das gleiche gilt für einen häufigen Harndrang bzw. die Unfähigkeit, die Blase völlig zu entleeren, sowie das Auftreten von Blut im Samen oder Urin. Nichtsdestotrotz stellen viele dieser Symptome keinesfalls konkrete Hinweise einer Krebserkrankung dar. Sie können auch durch Infektionen oder einer gutartigen Vergrößerung der Prostata verursacht werden. Eine genaue Diagnose kann nur durch einen Urologen erfolgen.

Die Behandlung des Prostatakarzinoms

Für die Behandlung von Prostatakrebs stehen umso mehr Therapieoptionen zur Verfügung, je früher der Tumor diagnostiziert wurde. Diese Behandlungsmöglichkeiten reichen von der Operation über die Bestrahlung bis hin zur Verabreichung von Hormonrezeptor-Antagonisten - also Substanzen, die die Bildung des männlichen Sexualhormons Testosteron verhindern oder dessen Wirkung am Zielorgan blockieren. Mit Hilfe dieser Behandlungen kann das Wachstum von Prostatakarzinomen gestoppt oder verlangsamt werden. Bayer bietet einen Therapieansatz dieser Art, der den Auswirkungen des im Körper produzierten Testosteron entgegenwirkt.

Manchmal werden die obengenannten Therapien kombiniert. Zuweilen rät der behandelnde Arzt jedoch dazu, erst abzuwarten, wie die Krankheit sich entwickelt, und sie genau zu beobachten.

Ungedeckter Bedarf

Wird der Prostatakrebs erst in einem fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, dann ist eine Heilung nicht mehr möglich. Dieses Stadium nennt man „kastrationsresistentes Prostatakarzinom“ oder CRPC (castration-resistant prostate cancer, CRPC). Diese fortgeschrittene Form des Prostatakrebses ist charakterisiert durch einen andauernden und hohen Androgenrezeptor-Spiegel sowie eine Resistenz gegen konventionelle Anti-Androgene (Testosteronblocker). Die Medizin macht auf diesem Gebiet derzeit große Fortschritte. Bisher gibt es jedoch keine Standardtherapie für CRPC-Patienten, deren PSA-Werte während der Hormontherapie ansteigen, bei denen jedoch noch keine Metastasen nachweisbar sind. Bei Männern mit fortschreitendem nicht-metastasiertem CRPC, deren PSA-Wert sich in kurzer Zeit verdoppelt, verkürzt sich oftmals die Zeit bis zur Tumorstreuung und letztlich auch bis zum Tod.

Die meisten Männer im CRPC-Stadium haben symptomatische Knochenmetastasen, deren Folgen Schmerzen, Ereignisse am Skelett wie Brüche oder Rückenmarkskompression und/oder eine verkürzte Überlebenszeit sind. Tatsächlich sind es die Knochenmetastasen, die bei Patienten mit kastrationsresistentem Prostatakrebs ein erhöhtes Risiko für Krankheit und Tod darstellen.

Hinweis für Patienten

Jeder Körper reagiert anders auf Medikamente. Deswegen können wir Ihnen nicht sagen, welches Medikament für Sie das richtige ist. Bitte fragen Sie Ihren Arzt.