Verbesserung der Patientenbetreuung bei nicht übertragbaren Krankheiten in Ländern mit niedrigem und

Verbesserung des Umgangs mit nicht übertragbaren Krankheiten

Zeichen zur Verhinderung von Blutgerinnseln

In Partnerschaft mit Gesundheitsexperten und Akteuren rund um die Welt möchten wir die lokalen Vorbeugungs-, Management- und Behandlungsstandards von kardiovaskulären und anderen nicht übertragbaren Erkrankungen nachhaltig verbessern. 

Die Auswirkungen nicht übertragbarer Krankheiten (Non-Communicable Diseases, NCDs) nehmen stetig zu. NCDs sind weltweit für 70 Prozent aller Todesfälle verantwortlich. Zu dem am weitesten verbreiteten NCDs gehören Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Cardiovascular Diseases, CVDs), die weltweit die Todesursache Nummer 1 sind. Zwischen 1990 und 2013 war Subsahara-Afrika die einzige geografische Region auf der Welt, in der die Todesfälle durch CVDs zunahmen – die Belastung durch CVDs in Subsahara-Afrika steigt weiter und wird sich bis 2030 voraussichtlich verdoppeln.

 

Angesichts der schwerwiegenden Auswirkungen von NCDs ist es wenig überraschend, dass die WHO diese zunehmende Gesundheitskrise zu einem schwerwiegenden Hindernis für eine nachhaltige Entwicklung erklärt hat und bestrebt ist, die vorzeitigen Todesfälle durch NCDs einschließlich CVDs bis 2030 um ein Drittel zu senken. Um dieses Vorhaben zu unterstützen, hat Bayer gemeinsam mit 21 anderen pharmazeutischen Unternehmen die Initiative „Access Accelerated. Moving NCD Care Forward“ ins Leben gerufen, die zur Verbesserung des Zugangs, der Vorbeugung und der Versorgung von Patienten mit NCDs in LMICs beitragen soll. 

 

 Wir bei Bayer möchten Patienten weltweit einen breiteren Zugang zu unseren Medikamenten und Therapien ermöglichen, um unsere Vision „Health for All, Hunger for None“ zu verwirklichen. Im Rahmen unserer Unterstützung von Access Accelerated und unseres Engagements für die Verbesserung der Versorgung bei NCDs bringen wir unsere große Erfahrung in der Behandlung kardiologischer Erkrankungen ein, Damit wollen wir in Westafrika durch verstärkte Sensibilisierung und die Verbesserung der Infrastruktur zur Bekämpfung solcher Erkrankungen beitragen.

 

Ein Beispiel dafür ist unsere Partnerschaft mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH zur Gründung der Ghana Heart Initiative (GHI). Mit Unterstützung des ghanaischen Gesundheitsministeriums und des Ghana Health Service zielt die GHI darauf ab, die Risikobewertung und das Risikomanagement von CVDs auf der tertiären, sekundären und primären Versorgungsebene von öffentlichen Gesundheitseinrichtungen in Ghana zu verbessern. Die GHI ist ein Leuchtturmprojekt, das uns hilft, andere Zugangsfaktoren als die Verfügbarkeit von Arzneimitteln besser zu verstehen. Außerdem dient sie als Grundlage und Katalysator für nachfolgende Initiativen im Zuge des Ausbaus der NCD-Kapazitäten. 

Die Ghana Heart Initiative ist eine Initiative zum Kapazitätsausbau mit dem Ziel, in Ghana die Versorgung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern. Sie wird zunächst im Großraum Accra durchgeführt, doch wir hoffen, sie von dort aus auf weitere Gebiete und letztendlich auch auf andere Regionen Afrikas ausdehnen zu können. Eine der entscheidenden Komponenten der GHI sind Schulungen.
Dr. Alfred Doku
beratender Kardiologe

Zu den wichtigsten Kriterien, um Kapazitätsentwicklungsprojekte wie die GHI erfolgreich zu gestalten, zählen:

 

  • das Eingehen auf lokale Bedürfnisse nach einer lokal orientierten Bedarfsanalyse, 
  • die vollständige lokale Führungsverantwortung und Unterstützung,
  • ein datengesteuerter, systematischer Ansatz mit messbaren Ergebnissen, 
  • skalierbare Interventionen mit definierten Resultaten und
  • das Ziel, die lokalen Systeme so zu stärken, dass sie selbstständig agieren können.

 

Bei der GHI manifestieren diese Kriterien sich in vier Schwerpunktbereichen:

 

  • Festlegung nationaler Leitlinien: Zusammenarbeit zur Entwicklung nationaler Leitlinien für die Risikobewertung und das Risikomanagement von CVDs, um Gesundheitsfachkräfte bei der Gestaltung ihrer Praktiken anzuleiten. Die Leitlinien sollen zur Entwicklung von Schulungsmaterial verwendet werden, das Gesundheitsexperten und Anbietern von Gesundheitsdienstleistungen in den einzelnen Bezirken die Weiterentwicklung ihrer Kompetenz ermöglicht. 
    • Dank des Engagements der Beteiligten wurden diese Leitlinien bereits erstellt und genehmigt und dienten als Grundlage für eine vor Kurzem entwickelte „Anleitung für Kursleiter“ von CVD-Schulungen. 

 

  • Stärkung der Kapazitäten von Gesundheitssystemen: Schulungen und Bereitstellung von Ressourcen für die Fortbildung von Gesundheitsfachkräften in den neuesten Standards der CVD-Risikobewertung und des CVD-Risikomanagements, um die Fähigkeit der Gesundheitssysteme zur Erfüllung der Patientenbedürfnisse zu stärken. 
    • Wir unterstützen die Anwendung eines durchdachten Aus- und Weiterbildungsansatzes, damit die lokalen Regierungen die landesweite Anwendung fördern können. Gemischte Lernansätze – einschließlich E-Learning-Systemen – können zur Ausweitung des Projekts auf das gesamte Land verwendet werden. Bis heute wurden im Rahmen der Maßnahme bereits 400 Gesundheitsfachkräfte geschult.

 

  • Verbesserung der Infrastruktur: Verbesserung des Zugangs der Bürger zu CVD-Behandlung durch Beschaffung von grundlegender Ausrüstung sowie die Überwachung von Daten.
    • Die GHI hat in den teilnehmenden Gesundheitseinrichtungen bereits begonnen, Ausrüstungen für die Diagnose und das Management von CVDs bereitzustellen.

 

  • Schaffung eines Unterstützungszentrums für das CVD-Management: Sicherstellen, dass die Bürger über ein eigenes Unterstützungszentrum für CVD-Management rund um die Uhr Zugang zu professioneller medizinischer Unterstützung haben. Um Gesundheitsfachkräfte auf verschiedenen Ebenen beim Management von Risikofaktoren und der Vorbeugung gegen sowie dem Management von Komplikationen zu unterstützen, sieht das Projekt zudem eine kostenlose telefonische Unterstützung von Gesundheitsfachkräften vor. 
    • Seit dem Start der GHI haben wir bereits ein rund um die Uhr erreichbares Unterstützungszentrum für CVD-Management eingerichtet und das landesweite Datenmanagement verbessert. 

 

Trailer zur GHI-Schulung


Die GHI zielt darauf ab, klare Ergebnisse zu erzielen, die in Einklang mit den UN-Nachhaltigkeitszielen 3 (Gesundheit und Wohlergehen) und 17 (Partnerschaften zur Erreichung der Ziele) stehen. Nach der erfolgreichen Durchführung der Pilotphase im Großraum Accra wird die GHI jetzt im ganzen Land eingeführt.

 

Die genauen Ziele der GHI-Einführung in Ghana sind folgende:

 

  • Schulung von 1.150 Gesundheitsfachkräften
  • Qualifizierung von 55 spezialisierten Trainern
  • Verbesserung von 40 größeren Gesundheitseinrichtungen
  • Verbesserung von bis zu 80 kommunaler Gesundheitseinrichtungen der unteren Ebene
  • Bereitstellung von Ausrüstungen für die teilnehmenden Gesundheitseinrichtungen
  • Entwicklung eines E-Learning-Moduls

 

Während unserer weiteren Unterstützung der GHI werden wir auf dieser Website transparent über die Auswirkungen und Ergebnisse dieser Initiative berichten.

 

Wir freuen uns, berichten zu können, dass die GHI (Ghana Health Initiative) im März 2020 in der Lage war, 44 Krankenhäusern in der Großregion Accra medizinische Ausrüstung zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) als Spende zu überreichen. Diese Ausrüstung bestand aus Defibrillatoren, Patientenmonitoren, Waagen mit Körpergrößenmessern und Blutzuckermessgeräten. Kwaku Agyemang-Manu, der Gesundheitsminister des Landes, trat bei der Veranstaltung ebenso als Redner auf wie der GHI-Projektleiter, Dr. Alfred Doku, und Regina Bauerochse Barbosa, Landesdirektion Ghana der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH. 
 

Sehen Sie sich das folgende Video an, um zu lernen, wie die Sachspenden der GHI das Gesundheitserlebnis im Lehrkrankenhaus Korle Bu verändert haben.