Diane Toto, 23-year-old married mother, Abomey-Calavi, Benin

Diane Toto, 23-jährige Mutter, verheiratet, Abomey-Calavi, Benin

Erzählen Sie uns ein wenig von sich.

Ich bin Diane Toto, 23 Jahre alt und seit einem Jahr verheiratet. Ich studiere Personalmanagement. Vor zwei Monaten habe ich per Kaiserschnitt entbunden. Ich wurde eingeladen, 6 Wochen nach der Entbindung wieder herzukommen, um die weitere Familienplanung zu besprechen und eine vorzeitige nächste Schwangerschaft zu vermeiden. Deshalb bin ich heute Morgen hier im Gesundheitszentrum. 

 
War die Familienplanung bei Ihnen zu Hause ein Thema?

Nein. Naja, über bestimmte Dinge sprechen Eltern nicht so gerne mit ihren Kindern und in meiner Familie war es für die Eltern einfach nicht normal, mit uns über diese Dinge zu sprechen. Ich höre zwar viel über Familienplanung, aber ich wurde in dieser Sache nie beraten.

 
Für welche Methode der Familienplanung haben Sie sich entschieden?

Ich habe ein Implantat gewählt.

 

Sie sind heute hier, um das Implantat zu erhalten. Mit Blick in die Zukunft, was bedeutet das für Sie? Wie wird es Ihr Leben verändern?

Bevor ich wieder schwanger werde, möchte ich, dass mein Kind gut aufwächst. Ich möchte ein bisschen Spaß mit meinem Mann haben und mir eine Beschäftigung suchen, also einen Job.

 
Wo haben Sie zum ersten Mal Informationen über die Familienplanung erhalten?

Hier im Gesundheitszentrum habe ich während meiner Schwangerschaftsvorsorge von einer Hebamme erstmals Informationen zur Familienplanung bekommen. Ich sollte vielleicht noch dazu sagen, dass ich auch schon vorher in meinem Umfeld ein bisschen darüber gehört habe. Die Informationen sind im Umlauf, da Menschen darüber sprechen und die Methoden der Familienplanung auch nutzen.

 
Wenn Sie uns helfen wollten, unsere Arbeit zu verbessern: Was würden Sie uns raten, wie wir unser Angebot noch verbessern können?

Ich würde vorschlagen, die Kampagnen zur Aufklärung der Öffentlichkeit noch zu verstärken und die Menschen durch Veranstaltungen zu erreichen, um frühe Schwangerschaften zu vermeiden. In den Gesundheitszentren wäre ich dafür, die Kommunikation mit den Frauen zu verbessern, die in die Einrichtungen kommen. Sie sollten mehr über die Bedeutung der Familienplanung erfahren, weil viele Frauen die Vorteile der Familienplanung immer noch nicht kennen. Viele Frauen und junge Mädchen haben Bedenken wegen der ganzen unbegründeten Gerüchte, die über die Familienplanung kursieren. Es sollte außerdem Informationsveranstaltungen geben, in denen Menschen über Familienplanung aufgeklärt werden.

Zum Schluss: Wenn Sie anderen Frauen einen Rat geben sollten, was würden Sie ihnen sagen?

Wenn jemand kein ungeplantes Kind möchte, würde ich Frauen, insbesondere jungen Frauen, raten, Familienplanung zu nutzen, um keine Fehler zu machen und viele Probleme zu vermeiden.